Professionelle
Großküchenplanung
in NRW und im gesamten Bundesgebiet

Inhaltsverzeichnis

Was versteht man unter einer Großküche?

Eine Großküche ist im fachlichen Sinne gleichbedeutend mit einer Gewerbeküche. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Mahlzeiten, sondern die Funktion: die professionelle, gewerbliche Zubereitung von Speisen und Getränken für die tagtägliche Versorgung vieler Menschen.

Daher findet man Großküchen in ganz unterschiedlichen Bereichen – sei es als Küche für Betriebsrestaurants oder Kantinen, in Schulen, Kitas, Krankenhäusern, Seniorenheimen oder in der Eventgastronomie. Mal steht die effiziente Gemeinschaftsverpflegung im Mittelpunkt, mal das besondere Erlebnis der Individualgastronomie.

Gemeinsam ist allen Formen: Sie müssen zuverlässig, hygienisch und effizient funktionieren und passgenau auf den jeweiligen Bedarf abgestimmt sein. Dafür braucht es eine professionelle Planung, die Architektur, Technik und Arbeitsabläufe in der Großküche optimal aufeinander abstimmt.

Doch eine Großküche ist mehr als ein funktionaler Raum – sie bildet die Basis für Momente, die Menschen verbinden. Gemeinsames Essen schafft Nähe, Austausch und Wohlbefinden, ganz unabhängig vom Alter. Jede technisch gut durchdachte Küche ermöglicht ein kulinarisches Erlebnis, das Freude stiftet und Menschen zusammenbringt.

Mann mit grauem Pullover hält weißes Großküchen-Bauhelm vor dunklem Hintergrund und lächelt leicht.

Als Ingenieur begleite ich Projekte von kleineren Küchen bis hin zu komplexeren Anlagen mit hohen Essenszahlen - stets mit dem Ziel, funktionale, effiziente und zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln.

Vorteile einer professionellen Großküchen
planung

Eine durchdachte Großküchenplanung ist wie das unsichtbare Rückgrat eines funktionierenden Betriebs – unabhängig davon, ob es sich um eine Gewerbeküche, eine Küche für das Betriebsrestaurant oder eine Großküche für die Kantine handelt. Wenn Abläufe, Raumstrukturen und technische Ausstattung präzise aufeinander abgestimmt sind, entsteht Effizienz auf allen Ebenen. Kurze Wege, logisch angeordnete Arbeitsbereiche und ein klar strukturierter Arbeitsablauf in der Großküche erleichtern die tägliche Arbeit und reduzieren Reibungsverluste.

Eine professionell geplante Küche spart nicht nur Zeit und Energie, sondern sorgt auch für Sicherheit, Übersicht und eine gleichbleibend hohe Qualität im Betrieb. Ergonomische Arbeitsplätze und funktionale Prozesse tragen zur Zufriedenheit der Mitarbeitenden bei und helfen, Belastungen und Ausfallzeiten zu vermeiden. Durch die genaue Abstimmung von Architektur, Technik und Betriebsorganisation entsteht eine Küche, die den Alltag spürbar erleichtert und langfristig wirtschaftlich betrieben werden kann.

Wer seine Gewerbliche Küche planen lässt, schafft damit die Grundlage für einen reibungslosen Ablauf, transparente Kostenkontrolle und eine Umgebung, in der sowohl Mitarbeiter als auch Gäste profitieren – effizient, hygienisch und verlässlich.

„Die beste Technik nützt nichts, wenn die Abläufe nicht stimmen - genau hier setzt meine Planung an.“

Wichtigste Punkte
im Überblick

01.

Effizienz durch kurze Wege und klare Strukturen

02.

Optimale Nutzung von Technik und Ergonomie

03.

Mehr Mitarbeiterzufriedenheit und Gesundheit, weniger Krankheitszeiten

04.

Transparente Kostenkontrolle und Einhaltung gesetzlicher Standards

05.

Nachhaltige Qualität in Arbeitsabläufen und Speisenproduktion

06.

Spürbarer Mehrwert für die Gäste: bessere Qualität, kürzere Wartezeiten und ein angenehmes kulinarisches Erlebnis

„Die beste Technik nützt nichts, wenn die Abläufe nicht stimmen – genau hier setzt meine Planung an.“

Wer sollte in die Planung einer Großküche einbezogen werden?

Die Planung einer Großküche ist immer Teil eines größeren Bauprojekts – ob Schulneubau, Klinik, Verwaltungsgebäude oder Betriebsrestaurant. Die Küche ist dabei eine von vielen Gebäudefunktionen, die technisch, organisatorisch und räumlich präzise in das Gesamtkonzept integriert werden muss. Damit sie im späteren Betrieb zuverlässig funktioniert, müssen zahlreiche Fachdisziplinen zusammenarbeiten – von der Architektur über die technische Gebäudeausrüstung bis zur Küchenplanung selbst.

Für Bauherren und Projektverantwortliche ist entscheidend zu wissen, wer in die Planung einzubeziehen ist und wie die einzelnen Fachplaner ineinandergreifen. Nur so entsteht ein Gebäude, in dem die Küche nicht isoliert geplant, sondern harmonisch in das Gesamtgefüge eingebunden ist – funktional, wirtschaftlich und baulich durchdacht.

Architekt – bauliche Rahmenbedingungen und Integration ins Gebäude

Der Architekt schafft die baulichen und gestalterischen Rahmenbedingungen für das Gesamtgebäude. Dazu gehören die Grundstruktur des Baukörpers, die statisch relevanten Bauteile, die Geschossaufteilung, Raumhöhen sowie die zur Verfügung stehenden Flächen für Küche, Gastraum und Nebenbereiche.

Innerhalb dieses Rahmens entwickelt der Großküchenplaner das funktionale Konzept der Küche. Er legt fest, wie die einzelnen Räume angeordnet sind, welche Flächenbeziehungen bestehen und wie die Küche an Anlieferung, Gastraum und Verkehrswege angebunden wird. Auch die Wegeführung, Raumgrößen und Abmessungen der Funktionsbereiche entstehen aus dieser Planung.

Damit ergibt sich eine klare Rollenverteilung: Der Architekt definiert die baulichen Grundbedingungen, der Großküchenplaner gestaltet die funktionalen Abläufe und die innere Organisation der Küche. Erst in enger Abstimmung beider entsteht ein Gebäude, in dem die Küche optimal eingebunden ist – technisch, ergonomisch und logistisch schlüssig.

Für Bauherren bedeutet das: Eine frühzeitige Zusammenarbeit von Architektur und Großküchenplanung ist entscheidend. Nur wenn die funktionalen Anforderungen der Küche von Anfang an in die Gebäudeplanung einfließen, lassen sich spätere Anpassungen, Flächenkonflikte oder kostspielige Umplanungen vermeiden.

Innenarchitekt – Gestaltung und Atmosphäre im Gästebereich

Der Innenarchitekt ergänzt die bauliche Planung um den gestalterischen Blick auf Gastraum und Ausgabezonen. In der Betriebsgastronomie, in Mensen oder in Bildungseinrichtungen spielt die Atmosphäre für Gäste und Mitarbeitende eine zentrale Rolle.

Er entwickelt Material-, Farb- und Lichtkonzepte, gestaltet Ausgabe- und Rückgabebereiche und sorgt für eine angenehme und funktionale Raumatmosphäre. Gemeinsam mit dem Großküchenplaner stellt er sicher, dass Gestaltung und Funktionalität optimal zusammenwirken. So entsteht ein harmonischer Übergang zwischen Arbeits- und Gästebereich – ergonomisch, wirtschaftlich und einladend.

Fachplaner Technische Gebäudeausrüstung (TGA) – technische Grundlage jeder Funktion

Die Technische Gebäudeausrüstung sorgt dafür, dass die Großküche technisch funktioniert und zuverlässig mit Energie, Wasser und Luft versorgt wird. Sie arbeitet eng mit der Großküchenplanung zusammen, da viele technische Anforderungen direkt aus den Betriebsabläufen resultieren.

Die TGA umfasst die Planung der Sanitär-, Elektro- und Lüftungstechnik. Der Sanitärplaner ist verantwortlich für Wasserversorgung, Abwasserführung, Fettabscheider, Bodenentwässerung und Warmwasserbereitung. Der Elektroplaner übernimmt die Planung der Energieversorgung, Beleuchtung, Sicherheitsanlagen und Datenleitungen – etwa für Kassen-, Steuer- und Kommunikationssysteme. Die Lüftungsplanung gewährleistet, dass Wärme, Feuchtigkeit und Wrasen zuverlässig abgeführt werden und ein stabiles Raumklima entsteht.

Die Zusammenarbeit zwischen TGA und Großküchenplanung ist besonders wichtig, da sich viele technische Systeme gegenseitig beeinflussen. Der Großküchenplaner legt die Anschlusspunkte der Geräte fest und ermittelt die Abwärmewerte, die zur Berechnung der Abluftmengen dienen. Die jeweilige Planung der Leitungsführungen liegt bei den TGA-Fachplanern selbst. Zusätzlich obliegen dem Großküchenplaner die Nassmüllleitungen und die technische Anbindung der Kleinkälteanlagen.

Nur wenn diese Gewerke frühzeitig koordiniert werden, lassen sich Überschneidungen und Anpassungen in späteren Bauphasen vermeiden. Eine abgestimmte Zusammenarbeit zwischen TGA und Großküchenplanung bildet die Grundlage für einen technisch sicheren und wirtschaftlichen Betrieb.

Großküchenplaner – Funktionskonzept, Technik und Prozesslogik

Der Großküchenplaner übernimmt eine zentrale Rolle im gesamten Planungsprozess. Er entwickelt das Funktions- und Ablaufkonzept der Küche, definiert Räume, Arbeitsbereiche und Funktionsbeziehungen und stimmt alle technischen Anforderungen präzise mit den übrigen Planungsdisziplinen ab.

Seine Arbeit umfasst die Raum- und Prozessplanung, die Geräteauswahl, die Definition der Anschlusspunkte sowie die Mitarbeit an den digitalen CAD- und BIM-Modellen, die alle Fachbereiche gemeinsam fortschreiben. Darüber hinaus begleitet er Ausschreibung, Vergabe und Umsetzung der Küchentechnik.

Der Großküchenplaner denkt den späteren Betrieb von Anfang an mit. Arbeitsabläufe, Ergonomie, Energieeffizienz und Hygiene fließen in jede Planungsentscheidung ein. Als herstellerneutraler Fachplaner vertritt er ausschließlich die Interessen des Auftraggebers und sorgt dafür, dass die Küche nicht nur baulich realisiert, sondern im täglichen Betrieb wirtschaftlich und zukunftsfähig funktioniert.

Sachverständige – Sicherheit, Hygiene und Normen

Je nach Projektgröße und Nutzung werden verschiedene Sachverständige in den Planungsprozess eingebunden. Sie prüfen, ob alle rechtlichen und technischen Anforderungen erfüllt sind. Relevante Fachbereiche sind insbesondere Brandschutz, Hygiene, Arbeitssicherheit und Statik.

Brandschutzexperten bewerten Fluchtwege, Brandlasten und Entrauchungskonzepte, Hygienefachleute achten auf geeignete Oberflächen und Raumaufteilung, während Arbeitssicherheits- und Statikfachleute die Einhaltung technischer Vorgaben sicherstellen. Eine frühzeitige Einbindung dieser Experten sorgt für Planungssicherheit und Genehmigungsfähigkeit.

Projektsteuerung – Organisation, Schnittstellen und Qualitätssicherung

In größeren Bauvorhaben übernimmt häufig eine Projektsteuerung die organisatorische und wirtschaftliche Koordination. Sie fungiert als zentrale Schnittstelle zwischen Bauherr, Planern und Ausführenden.

Die Projektsteuerung sorgt dafür, dass Termine, Budgets und Planungsstände eingehalten werden, moderiert zwischen den Disziplinen und stellt einen reibungslosen Informationsfluss sicher. Sie unterstützt den Bauherrn bei der Entscheidungsfindung, dokumentiert den Projektfortschritt und achtet auf die Einhaltung der definierten Qualitätsstandards.

Gerade bei Projekten mit vielen Fachplanern – wie der Architektur, der Technischen Gebäudeausrüstung und der Großküchenplanung – trägt eine erfahrene Projektsteuerung wesentlich zur Struktur und Effizienz des gesamten Prozesses bei.

Betreiber und Bauherr – Anforderungen, Entscheidungen und Verantwortlichkeiten

Der Bauherr trägt die Gesamtverantwortung für das Projekt. Er beauftragt die Fachplaner, legt Budgets fest und entscheidet über den Leistungsumfang und die Prioritäten. In enger Abstimmung mit der Projektsteuerung steuert er den gesamten Planungs- und Bauprozess, trifft die wesentlichen Entscheidungen und sorgt dafür, dass die Planung im Zeit- und Kostenrahmen bleibt.

Der Betreiber kann – je nach Projektstruktur – beratend in den Planungsprozess einbezogen werden. Seine Erfahrung aus dem Küchenalltag liefert wertvolle Hinweise zu Arbeitsabläufen, Speisenangebot oder Personalorganisation. Diese Informationen helfen, die spätere Nutzung praxisgerecht zu gestalten. Dennoch liegt die planerische Verantwortung beim Fachplaner und dem Bauherrn: Sie stellen sicher, dass die Küche funktional, normgerecht und zukunftsfähig konzipiert wird.

Gerade bei öffentlichen oder größeren Projekten ist es häufig erforderlich, die Küche betreiberneutral zu planen – also so, dass sie von verschiedenen Betreibern genutzt werden kann, ohne grundlegende Änderungen am Raum- oder Funktionskonzept vornehmen zu müssen. Der Großküchenplaner sorgt in diesem Fall für eine Struktur, die individuelle Betriebsabläufe zulässt, aber dennoch klar definierte und wirtschaftlich sinnvolle Standards wahrt.

Eine klare Aufgabenverteilung zwischen Bauherr, Projektsteuerung und Fachplanern gewährleistet eine zielgerichtete Umsetzung, schafft Transparenz und ermöglicht eine Küche, die flexibel, langlebig und unabhängig von Betreiberwechseln effizient betrieben werden kann.

Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg

Da die Küche immer eine Teilfunktion des Gebäudes ist, hängt ihr Erfolg von der Integration in das Gesamtsystem ab. Großküche, Gastraum, Haustechnik und Anlieferung müssen als zusammenhängende Einheit betrachtet werden. Eine gute Küchenplanung berücksichtigt daher nicht nur technische und hygienische Anforderungen, sondern auch logistische Wege, Nutzerströme und die räumliche Organisation des gesamten Gebäudes.

Für Bauherren bedeutet das: Je früher alle Planungsbeteiligten eingebunden werden, desto effizienter und wirtschaftlicher lässt sich das Projekt umsetzen. Eine abgestimmte Planung schafft Klarheit, vermeidet Überschneidungen und führt zu einem Ergebnis, das im Alltag überzeugt – funktional, sicher und wirtschaftlich zugleich.

Wie läuft eine professionelle Großküchenplanung ab?

Die Planung einer Großküche folgt klaren Schritten – unabhängig davon, ob es sich um ein Betriebsrestaurant, eine Schulmensa, ein Restaurant oder eine Küche im Care-Bereich handelt. Größe, Konzept und Kapazität mögen variieren, doch die Grundprinzipien einer professionellen Planung bleiben gleich: Zunächst müssen die Rahmenbedingungen geprüft werden, um zu klären, ob die Idee am vorgesehenen Standort realisierbar ist. Im nächsten Schritt wird die Planung systematisch nach den Leistungsphasen der HOAI entwickelt und bis zur fertigen Umsetzung begleitet.

Drei Personen begutachten einen Großküchen-Bauplan an einem Tisch mit Tablet, Smartphone und Kaffeetasse.

Als Ingenieurbüro für Großküchenplanung unterstütze ich Sie dabei gerne – von den ersten Überlegungen bis zur Inbetriebnahme.

Erfahren Sie mehr über die Machbarkeitsstudie, mit der Chancen und Grenzen eines Projektes frühzeitig sichtbar werden. Lesen Sie, wie die Planung nach HOAI in klaren Phasen bis zur fertigen Küche führt.

Wichtigste Punkte
im Überblick

01.

Großküchenplaner als unverzichtbares Zahnrad im Bauprozess

02.

Herstellerunabhängige Beratung für maßgeschneiderte Lösungen

03.

BIM-gestützte Planung für präzise Abstimmung mit Architektur und TGA

04.

Klare Kommunikation statt Fachchinesisch

05.

Sicherheit, Effizienz und Zukunftsfähigkeit durch fachliche Begleitung

Welche Schritte sind nach HOAI bis zur fertigen Großküche notwendig?

Die Planung einer Großküche folgt klaren Schritten – unabhängig davon, ob es sich um ein Betriebsrestaurant, eine Schulmensa, ein Restaurant oder eine Küche im Care-Bereich handelt. Größe, Konzept und Kapazität mögen variieren, doch die Grundprinzipien einer professionellen Planung bleiben gleich: Zunächst müssen die Rahmenbedingungen geprüft werden, um zu klären, ob die Idee am vorgesehenen Standort realisierbar ist. Im nächsten Schritt wird die Planung systematisch nach den Leistungsphasen der HOAI entwickelt und bis zur fertigen Umsetzung begleitet.

Dabei umfasst meine Arbeit weit mehr als die reine Platzierung von Geräten: Ich entwickle die gesamte Raumstruktur, lege die Maße der Bereiche fest und stimme die Anordnung mit Architekten sowie den beteiligten Fachgewerken ab. So entsteht eine funktionale und wirtschaftliche Lösung, die reibungslose Abläufe ermöglicht und von Beginn an alle technischen, hygienischen und ergonomischen Anforderungen berücksichtigt.

Für die vollständige Planung einer Großküche ist darüber hinaus ein gesamter Planerstab notwendig. Dazu gehören neben dem Fachplaner für Küchentechnik auch Architekten, Statiker, haustechnische Fachplaner sowie weitere Sachverständige, die ihre jeweiligen Fachbereiche einbringen.

Vier Personen begutachten Großküchen-Baupläne am Boden in einem hellen Raum mit Holzfußboden.

Leistungsphase 1 – Grundlagenermittlung

Am Anfang jeder Planung steht die Analyse:
Was wird wirklich gebraucht und welche Ziele verfolgt der Auftraggeber?

  • Klärung der Aufgabenstellung und Abstimmung mit Betreiber und Architekt

  • Erfassung der Rahmenbedingungen (Art der Küche, Kapazitäten, Betriebsform, Budget, Logistik)

  • Erste Schnittstellenklärung mit TGA und Bauherr

Leistungsphase 2 – Vorplanung (Projekt- und Planungsvorbereitung)

In der Vorplanung werden die ersten Ideen greifbar und in groben Konzepten dargestellt.

  • Erstellung von Groblayouts und Funktionskonzepten

  • Erste Kostenschätzung nach DIN 276

  • Abstimmung von Varianten mit Architekt, Betreiber und Fachplanern (z. B. TGA, Brandschutz)

Leistungsphase 3 – Entwurfsplanung

Die Entwurfsplanung bringt Klarheit: Räume, Abläufe und Technik werden detailliert ausgearbeitet.

  • Entwicklung von Raum- und Ablaufplänen

  • Erstellung von CAD- oder BIM-Modellen zur Visualisierung

  • Enge Abstimmung mit Architekten, TGA-Fachplanern und Betreiber

  • Detaillierte Kostenberechnung

Leistungsphase 4 – Genehmigungsplanung

Hier entscheidet sich, ob die Planung auch von offizieller Seite grünes Licht erhält.

  • Erstellung der Unterlagen für Genehmigungsverfahren

  • Abstimmung mit Behörden (Hygiene, Arbeitsschutz, Brandschutz)

  • Einbindung von Architekten und Fachplanern für genehmigungsfähige Lösungen

Leistungsphase 5 – Ausführungsplanung

In der Ausführungsplanung wird aus der Idee ein präziser Bauplan.

  • Erarbeitung technischer Ausführungspläne für die Küchentechnik

  • Detaillierte Abstimmung aller Gewerke (Elektro, Lüftung, Sanitär, Kälte, Brandschutz)

  • Koordination der Schnittstellen zwischen Architektur, TGA und Küchentechnik

  • Erstellung von Detailzeichnungen für die Bauausführung

Leistungsphase 6 – Vorbereitung der Vergabe

Damit die Küche Realität wird, braucht es die passenden Ausschreibungen.

  • Erstellung von Leistungsverzeichnissen

  • Festlegung der Anforderungen an Geräte, Ausstattung und Bauleistungen

Leistungsphase 7 – Mitwirkung bei der Vergabe

Die Wahl der richtigen Partner für Lieferung und Installation der Einrichtung der gewerblichen Küche ist entscheidend für Qualität und Wirtschaftlichkeit.

  • Erstellung von Leistungsverzeichnissen

  • Festlegung der Anforderungen an Geräte, Ausstattung und Bauleistungen

Leistungsphase 8 – Bauleitung und Objektüberwachung

Während der Bauphase sorgt eine unabhängige Begleitung duchr den Fachplaner für Qualität und Termintreue.

  • Kontrolle der Montage und Schnittstellen zu Architektur und TGA

  • Überwachung von Terminen, Qualität und Budget

Leistungsphase 9 – Objektbetreuung und Dokumentation

Nach Fertigstellung wird die Küche in Betrieb genommen und der Auftraggeber erhält alle Unterlagen.

  • Abnahme der Leistungen gemeinsam mit Bauherr und Betreiber

  • Übergabe von Dokumentationen, Bedienungsanleitungen und Schulungsunterlagen

  • Unterstützung beim Hochfahren des Betriebs

Was kostet eine Großküche?

Die Kosten einer Großküche sind immer projektspezifisch und hängen von vielen Einflussfaktoren ab. Eine pauschale Aussage ist deshalb weder sinnvoll noch seriös. Jede Küche ist ein individuelles System, das exakt auf die Anforderungen des jeweiligen Betriebs abgestimmt werden muss.

Wesentliche Faktoren für die Investitionskosten sind:

01.

Größe der Küche und Anzahl der täglich produzierten Mahlzeiten

02.

Der Conveniencegrad – also, ob frisch gekocht, teilweise vorproduziert oder vollständig regeneriert wird

03.

Die Komplexität der Verteilerlogistik (z. B. zentrale vs. dezentrale Ausgabestellen, Tablett- oder Buffet-Systeme)

04.

Die Variante der technischen Ausstattung, insbesondere bei Lüftungssystemen, Kleinkältetechnik, Speiseresteentsorgung oder Spültechnik

05.

Die Anforderungen an Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Automatisierung

In allen Bereichen gibt es Stellschrauben, die Kosten maßgeblich beeinflussen können. Oft stehen preisgünstige Anschaffungslösungen höheren Betriebskosten gegenüber – etwa bei energieintensiven Geräten, Kühlung oder Lüftung. Umgekehrt kann eine investitionsintensivere Technik durch niedrigere Betriebskosten und längere Lebensdauer wirtschaftlich die bessere Wahl sein.

Eine professionelle Großküchenplanung sorgt dafür, dass diese Zusammenhänge von Anfang an berücksichtigt werden. Sie schafft die Grundlage für eine ausgewogene Balance zwischen Investition, Betriebskosten und Funktionalität – abgestimmt auf das jeweilige Konzept, den Standort und das Budget des Auftraggebers.

Welche Fläche wird für eine Großküche benötigt?

Für die Flächenplanung einer Gewerbeküche lassen sich Orientierungswerte heranziehen, die nach Verpflegungsbereichen und Produktionsformen unterscheiden. So variieren die durchschnittlichen Flächenkennzahlen beispielsweise zwischen Betriebsverpflegung, Care-Bereich, Schulen und Universitäten oder Veranstaltungsgastronomie – jeweils abhängig vom Conveniencegrad und der Anzahl der täglich zu versorgenden Personen.

Diese Werte bieten eine erste Orientierung, ersetzen jedoch keine individuelle Planung. In der Praxis beeinflussen zahlreiche projektspezifische Faktoren den tatsächlichen Flächenbedarf und die Organisation der Küche:

01.

Größe der Küche und Anzahl der täglich produzierten Mahlzeiten

02.

Der Conveniencegrad – also, ob frisch gekocht, teilweise vorproduziert oder vollständig regeneriert wird

03.

Die Komplexität der Verteilerlogistik (z. B. zentrale vs. dezentrale Ausgabestellen, Tablett- oder Buffet-Systeme)

04.

Die Variante der technischen Ausstattung, insbesondere bei Lüftungssystemen, Kleinkältetechnik, Speiseresteentsorgung oder Spültechnik

05.

Die Anforderungen an Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Automatisierung

Diese Parameter bestimmen, wie kompakt oder großzügig eine Küche geplant werden kann. Eine Machbarkeitsstudie oder Grundlagenermittlung in der frühen Projektphase hilft, die Flächen realistisch zu bewerten und eine Struktur zu entwickeln, die funktional, wirtschaftlich und baulich umsetzbar ist.

Eine professionelle Großküchenplanung berücksichtigt sowohl die allgemeinen Kennzahlen als auch die projektspezifischen Rahmenbedingungen.

Welche Arten von
Großküchen gibt es?

Großküchen übernehmen je nach Einrichtung ganz unterschiedliche Aufgaben – von der täglichen Verpflegung vieler Menschen bis zur anspruchsvollen Gastronomie.

Ihre Anforderungen, Abläufe und Schwerpunkte variieren je nach Zielgruppe und Nutzung.
Ob in Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Kliniken oder Veranstaltungsstätten: Jede Küche stellt eigene Ansprüche an Planung, Technik und Organisation.

Betriebsrestaurants und Kantinen

Die Betriebsgastronomie ist längst mehr als nur ein Ort zum Essen. Moderne Betriebsrestaurants und Kantinen entwickeln sich zu Begegnungsorten, die Mitarbeitende über den ganzen Tag hinweg nutzen – sei es zum Frühstück, Mittagessen, für den Kaffee zwischendurch oder als flexibel gestaltbarer Arbeitsplatz. Eine durchdachte gewerbliche Küche bildet dabei die Grundlage für reibungslose Abläufe, hohe Essensqualität und ein attraktives Ganztagesangebot, das Motivation und Zusammenhalt im Unternehmen stärkt.

Zwei Frauen unterhalten sich in einer Großküchen-Cafeteria, eine hält ein Tablett mit Essen, im Hintergrund Menschen und Stationen.

Schulmensen und Hochschulmensen

In Mensen steht die Versorgung vieler Gäste innerhalb kurzer Zeit im Vordergrund. Gleichzeitig wächst der Anspruch an gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit und attraktive Aufenthaltsqualität. Eine professionell geplante Großküche berücksichtigt diese Anforderungen ebenso wie moderne Konzepte zur Digitalisierung, um Essensausgabe und Bezahlung effizient zu gestalten. Dabei spielen auch unterschiedliche Ausgabekonzepte eine wichtige Rolle, die je nach Altersgruppe angepasst werden und sowohl Struktur als auch Flexibilität ermöglichen.

Frau isst eine Mahlzeit und trinkt Orangensaft in einem hellen, modernen Café mit Großküchen-Atmosphäre.

Kindertagesstätten und Kinderverpflegung

Im Care-Bereich stehen Qualität, Sicherheit und Logistik im Fokus. Besonders in Krankenhäusern ist die Küche Teil eines hochsensiblen Versorgungssystems: Diäten, individuelle Kostformen und strengste Hygienestandards müssen zuverlässig umgesetzt werden. Hinzu kommt die komplexe Logistik der Speisenverteilung, die sicherstellen muss, dass Mahlzeiten zeitgenau und in passender Qualität bei den Patienten ankommen. Dabei gilt es, einerseits das Budget in der Speisenplanung im Blick zu behalten und andererseits zu erkennen, dass gutes Essen und ein freundlicher Service ein wichtiger Bestandteil der Genesung sind. Eine moderne gewerbliche Küche schafft dafür die Basis – unterstützt durch digitale Prozesse, nachhaltige Versorgungskonzepte und eine präzise Organisation.

Zwei Jungen tragen Tabletten durch eine Großküchen-Cafeteria, im Hintergrund sitzen weitere Kinder an Tischen.

Krankenhausküchen und Patientenverpflegung

In Kitas rückt eine frische, kindgerechte Ernährung in den Mittelpunkt. Pädagogische Konzepte, Nachhaltigkeit und kurze Lieferketten spielen dabei eine ebenso große Rolle wie eine sichere und funktionale Küchenausstattung. Hinzu kommt, dass Essenssituationen oft pädagogisch begleitet werden und damit Teil der Tagesgestaltung sind. Mit einer passenden Küchenplanung entstehen flexible Lösungen, die gesunde Mahlzeiten fördern und sich harmonisch in den Alltag der Kinder einfügen.

Pflegerin im rosa Kittel reicht Patientin Essenstablett aus Großküche am Krankenbett im Krankenhaus.

Restaurants und Veranstaltungsgastronomie

In der Individualgastronomie treffen kulinarische Kreativität und Erlebnischarakter aufeinander. Gäste erwarten nicht nur exzellente Speisen, sondern auch Atmosphäre und reibungslose Abläufe – sei es im Restaurant, bei großen Events oder in Fest- und Mehrzweckhallen. Gerade diese Räume werden häufig von unterschiedlichen Betreibern genutzt, etwa von Vereinen, Kommunen oder privaten Veranstaltern, und stellen besondere Anforderungen an Flexibilität und Organisation. Eine gut geplante gewerbliche Küche unterstützt Köche, Service und Organisatoren dabei, vielfältige Konzepte umzusetzen, auf wechselnde Gästezahlen zu reagieren und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt zu stellen.

Zwei Personen essen Salat und trinken Kaffee an einem Tisch im großküchenähnlichen Speiseraum, aus der Vogelperspektive.